Ursprünge der Organuhr in der TCM

Pistazienbutter auf einem Markt
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Die traditionelle chinesische Medizins, kurz TCM, ist die Lehre von der uns innewohnenden und uns umgebenden Energie. In der TCM geht man davon aus, dass alles, unsere gesamtes Erdensystem und jedes Lebewesen, den Gesetzen der Natur unterliegt. Alles ist miteinander verbunden – das Universum, die Mondphasen, die Jahreszeiten und das menschliche Leben. Der Mensch wird dabei als Einheit von Körper Geiste und Seele betrachtet. Das gesamte System befindet sich im stetigen Kreislauf.

Organe haben in der TCM eine andere Bedeutung, als in der westlichen Medizin. Sie werden nicht nur als eigenständiges Organ mit anatomischer Bedeutung betrachtet, sondern ihnen werden auch Emotionen und Gefühle zugeschrieben.

Viele Aspekte der TCM beruhen auf der Weltanschauung des Daoismus. Idealerweise lebt der Mensch mit sich und der Welt im Einklang. Elemente, die die TCM aus dem Daoismus übernommen haben, sind zum Beispiel

  • die Lehre der Wandlungsphasen
  • die kosmische Vorstellung von Himmel und Erde
  • das Konzept der Lebensenergie Qi
  • das Konzept von Yin und Yang
  • Therapietechniken

Das Gegensatzpaar Ying und Yang

Ying und Yang
Ying and Yang. Bildquelle:

Das Gegensatzpaar Yin und Yang ist in der traditionellen chinesischen Medizin allgegenwärtig. Yin und Yang sind in jedem Wesen, in jedem Körper und in jedem Organ zu finden.

Yin bedeutet auf Chinesisch „wolkig, dunkel, schattiger Ort“. Es symbolisiert das Weibliche, die Nacht und die Dunkelheit. Dem Ying werden auch die Adjektive passiv, schwach, feucht und kalt zugeordnet.

Das Yang hingegen stellt das Männliche dar. Auf Chinesisch bedeutet es so viel wie „sonnige Anhöhe, sehr hell“. Das Yang wird als stark, aktiv, trocken und warm bezeichnet.

In der TCM steht das Yin für die Energieleere, das Kalte und das Innen, während das Yang für die Energiefülle, die Hitze und das Außen steht. Auf jeden Höhepunkt folgt ein Tiefpunkt und umgekehrt und es herrscht ein allgegenwärtiger Wandel zwischen Yin und Yang.

Im Verlauf eines Tages nimmt das Yang ab 0 Uhr kontinuierlich zu, bis es um 12 Uhr mittags seine maximale Kraft erreicht hat. Von da an nimmt es wieder ab und das Ying wird stärker, bis dieses um Mitternacht seinen Höhepunkt erreicht hat. Und von da an nimmt der ewige Kreislauf seinen Lauf.

Yin und Yang befinden sich im ewigen Wechselspiel. In Bezug auf unser Dasein bedeutet dies so viel wie, alles befindet sich in einem ewigen Kreislauf. Man ist eingebettet in den natürlichen Kreislauf der Natur. Wir sollten uns an den natürlichen Kreislauf anpassen und ruhiger werden, wenn das Yin zunimmt und aktiv sein, wenn das Yang an Kraft gewinnt.

Natalie Berger

Natalie Berger

Natalie ist Heilpraktikerin und nebenbei Medizin- und Gesundheitsredakteurin bei sodbrennenhausmittel-info.de. Sie verfügt über mehrere Jahre Erfahrung in der Erstellung von Artikeln im medizinischen als auch alternativ-medizinischen Umfeld. Ihre Fachgebiete sind insbesondere alternative Heilmethoden und ärztliche Weiterbildungen.