Organe

Zeit der Lunge: 3 – 5 Uhr

Lunge
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Die Organuhr beginnt nach der Lehre der traditionellen chinesischen Medizin um 3 Uhr nachts.

Zwischen drei und fünf Uhr strömt das Qi durch den Lungenmeridian. Die Harnblase hat jetzt ihre Ruhephase. Der Partnermeridian der Lunge ist der Dickdarm. Beide Organe sind reinigend.

Während der Lungenzeit bereitet sich der Körper auf den nächsten Tag vor. Die Produktion des Schlafhormons Melatonin ist zwischen drei und vier Uhr am größten, was für einen tiefen Schlaf sorgt. Die Lunge vollzieht einen Reinigungsprozess und sammelt Kraft, damit man gestärkt in den neuen Tag starten kann. Es ist empfehlenswert bei geöffnetem Fenster zu schlafen, um die Luge mit ausreichend frischer Luft zu versorgen. So kann sie optimal neue Energie tanken und ausreichend Abwehrkräfte aufbauen. Der Blutdruck sinkt in der Nacht auf sein Minimum und steigt in der Zeit zwischen vier und fünf Uhr wieder an.

Die Lunge gilt in der traditionellen chinesischen Energie als Verteilerzentrum und stellt durch das Ein- und Ausatmen eine Verbindung zwischen unserm Körper und der Außenwelt dar. Sie verbindet quasi das uns umgebende Qi mit dem uns innewohnenden Qi. Sie treibt nicht nur den Fluss der Lebensenergie an, sondern auch unsere Blutzirkulation. Die Lunge versorgt den Körper mit all den notwendigen Nährstoffen und regelt die Temperatur und den Feuchtigkeitshaushalt des Organismus.

Inhaltsverzeichnis

Symptome bei einer Blockade des Lungenmeridians

Kommt es zu Blockaden auf dem Lungenmeridian, kann sich dies durch Husten, Hautbeschwerden, Asthmaanfälle und Traurigkeit in dieser Zeit äußern. Auch Hitzewallungen können verstärkt auftreten. Besonders anfällig ist die Lunge gegen vier Uhr.

Anfällig ist die Lunge für Kälte, Feuchtigkeit und Wind. Bei Störungen des Lungen-Qi werden Nährstoffe nicht mehr optimal im Körper verteilt. Anzeichen für Probleme mit dem Lungenmeridian können sich unterschiedlich äußern.

  • So steigt beispielsweise die Anfälligkeit für Infekte.
  • Negative Gefühle können sich leicht Raum verschaffen und Melancholie kann sich breit machen.
  • Es kann zu Schlafproblemen in der Zeit zwischen drei und fünf Uhr kommen.
  • Allergien können verstärkt auftreten.
  • Heiserkeit kann auftretet.
  • Gelegentlich kann es auch zu Atemnot und Kurzatmigkeit kommen.
  • Verstärktes Schwitzen, ein erhöhter Harndrang und Müdigkeit können auftreten
  • Auch Hautprobleme wie Hautausschlag und Entzündungen können Anzeichen für eine bestehende oder anfängliche Disharmonie sein.

Sollten verstärkt ein oder mehrere Symptome auftreten, kann man das Lungen-Qi gezielt stärken. Zu geeigneten Maßnahmen gehört die Verwendung von Kräutertees ebenso, wie das Praktizieren von Atemübungen, Bewegungsübungen oder Akupressur.

Heilpflanzen zur Stärkung des Lungenmeridians

Tees aus Heilpflanzen wie Holunderblütentee und Lindenblütentee eigen sich besonders bei einer beginnenden Erkältung.

Leidet man unter Harnwegsinfekten, kann Meerrettich ein geeignetes Naturrezept sein. Er sollte mehrmals täglich eingenommen werden. Er kann sowohl frisch, als auch gerieben verzehrt werden.

Bei einem schwachen Bindegewebe wird ein Tee aus Zinnkraut empfohlen.

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Atemtechniken zur Stärkung des Lungenmeridians

Auch Atemtechniken können helfen, die Lunge zu stärken. Empfehlenswert sind Qi-Gong Übungen. Qi-Gong ist ein altbewährtes Element aus dem Daoismus. Übungen finden sich in dem Buch „Das stille Qi Gong nach Meister Zhi-Chang Li: Innere Übungen zur Stärkung der Lebensenergie“


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Natalie Berger

Natalie Berger

Natalie ist Heilpraktikerin und nebenbei Medizin- und Gesundheitsredakteurin bei sodbrennenhausmittel-info.de. Sie verfügt über mehrere Jahre Erfahrung in der Erstellung von Artikeln im medizinischen als auch alternativ-medizinischen Umfeld. Ihre Fachgebiete sind insbesondere alternative Heilmethoden und ärztliche Weiterbildungen.